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Montag, den 21. Mai 2012 um 14:26 Uhr

Pacemaker Richard

Wenn ich gelegentlich über meine Laufpläne plaudere, werde ich hin und wieder gefragt, ob ich wieder PEACEMAKER sei. Ich frage dann meist, ob der- oder diejenige PACEMAKER meint, worauf die Antwort meist lautet: „Sag ich doch: PEACEMAKER“
Was ein einzelner Buchstabe alles bewirken kann: Nun ist es ja so, dass der Pacemaker vom engl. „pace“ (Schritt) kommt, der Peacemaker hingegen eine Art Friedensstifter ist. Folglich könnte man meinen, dass peacemaker in diesem Zusammenhang also falsch sei.
Sagen wir so: Nicht ganz richtig, und zwar aus folgenden Gründen: Wenn ich es nämlich einerseits schaffe, dass ich jene, die bei mir mitlaufen, in ihrer Wunschzeit ins Ziel bringe, bin ich so etwas wie ein Friedensstifter, da sich oft eine Art innerer Frieden durch das Erreichen des selbst gesteckten Ziels einstellt.
Andererseits gibt es den Begriff „peacemaker“ tatsächlich: Zu Zeiten des Wilden Westens bezeichnete man damit einen bestimmten Typ von Revolver, mit dem – bei Verwendung von autorisierten Personen vorausgesetzt – der Friede sichergestellt werden sollte. Manchmal würde ich mir bei meinen Pacemaker-Diensten so einen Peacemaker wünschen: Dann nämlich, wenn besonders schlaue (zugleich aber nervige) Läufer – und es sind tatsächlich nur Männer – bereits nach 1 km verkünden, dass wir jetzt um 1,5 Sekunden zu schnell waren und nach dem zweiten km wir jetzt 1 Sekunde zu langsam seien.
Beim Linz-Marathon im April (sehr schöne Veranstaltung übrigens!) war ich nun schon zum dritten Mal als Pacemaker im Einsatz, diesmal mit der Zielzeit von 4:30 Stunden. Prinzipiell ist die Stimmung in diesem Bereich des Starterfeldes etwas gemütlicher (bis auf ein paar bereits geschilderte Ausnahmen). Als Trainingslauf war der Marathon ganz brauchbar, obwohl ich als Andenken sogar einen Muskelkater nach Salzburg mitgenommen habe, vielleicht weil ich doch relativ viel bremsen musste.
In Salzburg war ich vor kurzem im Halbmarathon als privater Schrittmacher für meinen alten Freund Robert aus Linz unterwegs, der – wenn er ein wenig mehr trainieren würde – viel schneller laufen könnte, aber das ist eine andere Geschichte.

Richard