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Bieler 100km Lauf und Nachtmarathon 2015 PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Dienstag, den 16. Juni 2015 um 19:35 Uhr

13 TRI+RUN'er folgten dem Aufruf,

"Irgendwann musst Du nach Biel"

Nachdem Fredl, Richard und Tom ja schon 2014 Ihre Reise nach Biel antraten, kamen Sie mit so viel positiven Eindrücken zurück, dass es für Fredl klar war, diesen Bewerb auf all Fälle wieder zu besuchen aber diesmal mit einer größeren TRI+RUN Mannschaft.

 

Gesagt getan, wurden bei der letztjährigen Jahresfeier im September 2014 die Details unseres Ausflugs verkündet und die Anmeldungen entgegengenommen.

Am Ende waren es dann 13 wagemutige, neugierige, gespannte, überzeugte LäuferInnen die sich dem Abenteuer 100km, Marathon bzw. Halbmarathon in der Nacht stellten.

Unser Team bestand also aus 3 x 100km Startern (Fredl, Georg, Richard), 4 x Marathon (Annemarie, Manu, Gerald, Christian) und 6 x Halbmarathon (Petra, Angela, Franziska, Tom, Manu2, Georg)

 

Die Organisation ist wie immer im Vorfeld und auch während der Reise perfekt gewesen und Richard und Christian haben bis heute noch nicht verstanden wie die Preispolitik der ÖBB funktioniert. Wer schon einmal versucht hat Sparschiene Tickets für mehrere zu buchen, weiß wovon ich rede. Aber am Ende haben wir doch einen Weg gefunden, die 8stündige An- und Rückreise mit dem Zug so kostengünstig als möglich zu ermöglichen.

Apropos Kosten, das die Schweiz (Biel liegt in der Südwest Schweiz) nicht gerade ein günstiges Land ist, war uns ja klar aber durch die 1:1 Anpassung des Franken an den Euro kann ein Kurzurlaub in der Schweiz schon eine Belastung fürs Börserl sein. Zum Beispiel ist eine "normale" Pizza beim Italiener nicht unter 18 EUR zu bekommen.

 

Nach der Anreise ging's dann gleich direkt zur Startnummernabholung und zum Carboloading (1 kleine Portion Nudeln = 11 EUR) bzw. danach mit dem Hotel eigenen Schuttlebus zur Unterkunft mit dem vielversprechenden Namen "Sahligut".

Der Fahrer des Busses war für Tom, Fredl und Richard kein Unbekannter und wurde natürlich sofort mit dem Spitznamen "Huster" wieder erkannt.

Details dazu können Euch Tom und Fredl mal erzählen :-)

Ach ja auch im Zug von Innsbruck nach Zürich war der selbe Schaffner wie schon 2014, der natürlich auch wieder erkannt wurde.

Daran erkannt man, dass man sich an Menschen mit besonderen Eigenschaften sofort wieder erinnern kann.

 

So nun zurück zum Sahligut, von Fredl wurde es uns ja als mind. 5 Sterne Hotel in der Verkleidung eines Zivilschutzpunkers schmackhaft gemacht, wie gesagt eigener Hotelshuttle, rund um die Uhr Bewachung, morgentlicher Weckservice, Klimatisierung, usw.. und als wir dann ankamen und die Schwelle zwischen Zivilisation und Maulwurf-Unterkunft übertraten verschwanden nach und nach die Sterne im Kopf jedem Schritt. Der letzte Stern war dann aufgebraucht, als wir erkannten, dass wir uns das größräumige Klassenzimmer mit ca. 12 Engländern aus Yorkshire teilen mussten.

Also ein Klassenzimmer, unter der Erde hinter meterdicken Mauern, ohne Sonnenlicht, mit 28 knarzenden,weichen Feld/Stockbetten, 5 Frauen, 20 Männer,.....

So jetzt könnt Ihr Eurer Phantaisie freien Lauf lassen Verschlossen (das Schnarchen war noch das geringste Problem)

 

Also war aufgrund der Unterkunft schon mal erste Ernüchterung bei einigen eingetreten, aber auch wieder die Neugier und Spannung, wie wird es werden, was wird alles passieren ?

Im Nachhinein kann man aber sagen, dass die Unterkunft völlig OK war und natürlich muss man sich darauf einstellen und gewisse Abstriche machen, aber im Vergleich zur ebenfalls kostengünstigen Alternative "Zelteln" ist das sicher die besser Option und vor allem das freundliche und zuvorkommende "Hotelteam" sowie das wirklich gute "Morgenessen" und Abendessen schafften Pluspunkte.

Aufgrund des sommerlichen Wetters konnten wir übrigens auch die großzügige Parkanlage am Dach des Hotels nutzen um dort zu Chillen und ach ja unsere Wäsche zu trocknen, da es der kleine Raumentfeuchter im Klassenzimmern nicht wirklich schaffte das Wasser in der Luft zu bindenLachend

 

So jetzt aber genug über die Unterkunft geschrieben. Kommen wir zum sportlichen Teil.

Nach einer Nacht im Sahligut, ging es dann erst mal auf eine Stadtbesichtigungstour durch Biel, schließlich mussten wir ja die Zeit bis zum Start um 22:00 bzw. 22:30 für die nicht 100km Läufer irgendwie vertreiben. Nach dem Stadtrundgang gings dann wieder ins unterirdische Paradies um zu versuchen noch einige Stunden Schlaf zu konsumieren.

Um ca. 20:00 wurde es dann plötzlich unruhig in der Unterkunft, unsere englischen Kollegen klebten sich mit gefühlten 20km Tape und allerlei Cremes Ihre Füße und empfidlichen Stellen ab, sodass man vermuten mochte das ist ein Ersatz für Socken, aber die kamen dann doch noch darüber. Davon angesteckt, fingen auch wir an uns vorzubereiten. So noch ein letztes Gruppenfoto und dann gings ab zum Start/Zielgelände.

Die Zeit bis zum Start (22:00 bzw. 22:30) verging dann wie im Flug und wir bewunderten einige ältere LäuferInnen über 70 bzw. 80 die sich auf die 100km Strecke wagten.

 

Während der 100km Lauf wieder im Startbereich endete, mussten die Marathon bzw. HalbmarathonläuferInnen mit einem Shuttlebus vom Ziel wieder zum Startgelände gebracht werden.

Der Lauf selber, egal welche Distanz ist auf alle Fälle sehr gut organisiert und es gibt auf der gesamten Strecke sehr viele Zuschauer und Fans die einen durch die dunkle Nacht begleiten. Man ist also nie alleine unterwegs und der Schein der Stirnlampen bzw. die Geräusche der Nacht (Frösche, Kuhglocken,..) schaffen eine ganz besondere Atmosphäre die man auf alle Fälle mal erleben sollte. (Einmal musst Du nach Biel)

 

Im Ziel warteten dann die Marathon bzw. Halbmarathonstarter geduldig auf die 3 100km TRI+RUN'er und es wurde gerätselt wer wird wohl als erster im Ziel sein ?

Als Georg Kreer dann nach 9:52 im Ziel war, war das Rätsel aufgelöst. Kurz darauf 10:47 kam dann auch Richard ins Ziel. Fredl hatte leider schon sehr früh (ca. KM40 muskuläre Probleme) aber kämpfte sich nach 11:43 über die Ziellinie. Der letzte Teilnehmer kam übrigens nach 21h ins Ziel was auch das Zeitlimit ist.

Hut ab vor den Leistungen aller 3, für viele von uns ist es immer noch unvorstellbar diese Distanz zu absolvieren und schon gar nicht in dieser Zeit.

 

Dass einige von uns, vor allem die 100km Läufer, die Stunden nach den Bewerb und auch am nächsten Tag Ihren Bewegungsablauf veränderten versteht sich von selbst und vor allem der Schleichgang von Georg Kreer, der normalerweise wie ein Wiesel durch die Gegend flitzt, sorgte für "Auflockerung" Lachend

 

Auf der Rückreise war dann noch ein Zwischenstopp in Zürich mit kurzem Stadtrundgang im Programm. Für alle die noch nich da waren, eine wirklich schöne Stadt

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein super Laufausflug war und genauso wie die unvergesslichen Personen (Huster, Schaffner) sind es auch genau solche Reisen die man nicht vergisst und über die man noch lange spricht.

Danke an Fredl und Richard für die super Organisation und an Rudi Mayr für die isotonischen Getränke.

 

Details zum Bewrb, sowie die Ergebnisse im Detail findet Ihr hier:

http://www.100km.ch/index.php/de/

 

 

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